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HAUS.45

Bauaufgabe: Einfamilienhaus

Baustart: 2018

Fertigstellung: 2020

Standort: Frohsdorf, Österreich

Nutzfläche: 150 m²
Auftrag: direkt
Team: Ing. Günter Jakubec GmbH

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Durchblick / Das durch sein Wechselspiel aus Transparenz und Geschlossenheit charaktarisierte „HAUS.45“ befindet sich inmitten einer heterogenen Wohntypologie am Fuße des Rosaliengebirges. Um einerseits von dem Ausblick auf den rund 30km entfernten Scheeberg zu profitieren und andererseits den Eingriff auf das Grundstück zu minimieren, wurde das Haus weit an die obere Parzellengrenze gesetzt. Das Bauvolumen formt sich auf den Grundmassen von 6,5 auf 16 Metern über drei Ebenen. Der auf Höhe des Erschließungsniveau positionierte Außenbereich umschließt zusammen mit dem Hauptgebäude einen bestehenden Kirschbaum.
 
„Das Konzept lebte von Beginn an durch seine einfachste Grundrissgestaltung, dem Maximum an Transparenz in Richtung des Schneebergs und der Homogenität der Materialwahl.“

Die tragende Struktur besteht aus einer betonierten 45°-Sargdeckelkonstruktion mit offenem Ost- und Westgiebel. Die Außenhaut formt ein mattschwarzes, metallisches Kleid, dass sich vertikal nicht nur über die Außenwände sondern auch über die gesamte Dachfläche erstreckt. Die gepanzerte Struktur verleiht dem Solitär Homogenität, Eleganz und bietet der Strahlkraft der Kirschblüte einen Hintergrund. Die Einschnitte in die Fassade sind spärlich – eine tief positionierte, lang gestreckte Öffnung in Richtung Norden mit Blick nach Wiener Neustadt, eine aus dem Grundriss resultierende, bodentiefe Verglasung mit Austritt auf die Terrasse, sowie zwei weitere kleinere Ausschnitte in Richtung Süden zur Belichtung der untersten Ebene.

Auf höchstem Niveau des Grundstückes gelangt man in einen bewusst niedrig gehaltenen Empfang. Die offene Grundrisskomposition der Wohnebene besteht nur aus einem von jeglichen Außenwänden losgelösten Baukörper. Ein Art „Möbel“, welches Empfang, Küche und sämtliche Nebenräume beinhaltet. Erst beim Betreten des Wohnbereichs lässt die Raumabfolge den Weitblick - durch den 5,2 Meter hohen, verglasten Giebel – auf den Schneeberg zu. Die offene Dachform wirkt großzügig und vermittelt zugleich Geborgenheit im Inneren. Die Auskragung der Dachfläche bietet eine bauliche Verschattung der großzügigen Westverglasung und eine Bauteilaktivierung der betonierten Sargdeckelkonstruktion bietet zusätzlichen Komfort des Raumklimas. Über eine Spartreppe erreicht man eine über der Küche und den Nebenräumen positionierte Galerie - diese bietet Platz für Arbeitsbereiche mit zusätzlich Tageslicht über zwei Dachfenster. Entlang der Erschließungsachse im Norden befinden sich in der untersten, der drei Ebenen, die Privaträume. Im Innenraum dominieren harte Kontraste, weiße Betonwände, schwarzgraue Einbauten und geölte Eiche.